SIMONE SCHARBERT
»Für Anna«
"So viel Licht und Wärme stecken in diesem Buch — das vom Leben und Wirken einer faszinierenden Frau erzählt — aber auch die schattenwerfende Tragik persönlicher Verluste und großer Weltungerechtigkeiten. Simone Scharbert leuchtet mit ihrer Sprache in all das hinein, malt uns ein Leben und eine Zeit mit Worten, klug und zart, genau und vielschichtig."
Maria-Christina Piwowarski
Anna Atkins, geboren 1799 im englischen Tonbridge, gestorben 1871 in Halstead, gilt heute als eine der ersten Fotografinnen. Mit ihrer unermüdlichen Arbeit leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaft des viktorianischen Zeitalters — und wurde doch kaum wahrgenommen. Zu einer Zeit, in der Erinnerung, Dokumentation und Bebilderung fast ausschließlich der Malerei und Illustration vorbehalten waren, widmete sie sich einem einfachen manuellen Verfahren, das mit Hilfe von bloßem Licht und UV-empfindlich beschichtetem Papier neue Möglichkeiten der Abbildung schuf. Die so entstandenen Cyanotypien gelten heute als Vorläufer der späteren Fotografie.
Cover-Cyanotypie. Anemone. Köttingen, 2025
"Als würden sie gleich wieder verschwinden, siehst du?
Für einen kurzen Moment nur anwesend sein,
flüchtige Gäste des Daseins. Hier, in diesem Blau."
Anna Atkins and Anne Dixon, Papaver rhoeas, 1861. Private collection. Courtesy of Hans P. Kraus, Jr.
Pfingstrosenblätter. Köttingen, 2025
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